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Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin

Die von Rudolf Steiner (1864-1925) gegründete Anthroposophie, eine philosophisch begründete Lebens- und Weltbetrachtung, die Mensch und Natur in einer kosmischen Ordnung als Mikrokosmos und Makrokosmos begreift, hat unter vielen ihrer Anregungen für das praktische Leben auch der Medizin wesentliche Impulse für ein vertieftes Verständnis von Gesundheit und Krankheit gegeben.

„Die Verarbeitung eines Geist-Ereignisses wird sich stets angewiesen sehen, auf den Vorstellungsbesitz, der einer Epoche zur Verfügung steht, in die das Ereignis einschlägt.

Karl Ballmer 1928 in „Das Ereignis Rudolf Steiner“

Anthroposophische Arzneitherapie

Unter vielfältigen Herstellungsmethoden werden die Mittel der anthroposophischen Arzneitherapie aus Substanzen der Natur verarbeitet. Die Potenzierung ist oft, aber nicht immer, ein Teil dieses Vorgangs. Es werden differenzierte Wärmeprozesse (Erwärmen auf Körpertemperatur, Kochung, Rösten, Verkohlen, Veraschen) und komplexe Herstellungsverfahren angewendet, die Pflanzen und Mineral erst für eine Heilwirkung im Menschen zubereiten sollen. Die bahnbrechende Idee der Dreigliederung des menschlichen Organismus in Nerven-Sinnes-System, Rhythmisches System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System und seine unmittelbare Beziehung zu den seelischen Eigenschaften des Denkens, der Gefühle und des Willens (Rudolf Steiner 1918) sind zur Arzneimittelfindung bei Erkrankungen in irgend einem dieser Funktionsgebiete von wesentlicher Bedeutung.

Paracelsus

„Was macht den Kranken gesund? Der Arzt nit, auch das Kraut nit. Das ihn gesund macht, hat nie ein Mensch gesehen. Die Arznei geht zum Munde ein, durch den Bauch wieder aus; was aber hilft, das sieht niemand.“


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